Grundstein des Schützenvereins

 

An einem verschneiten Winterabend des Jahres 1901, beim Skatspiel in der Gastwirtschaft Kleene, soll die Gründung eines Schützenvereins wieder zur Sprache gekommen sein. Dieses Tema sorgte schon lange für Gesprächsstoff, besonders unter der Jugend im Dorf.
Ein zünftiges Schützenfest zu feiern, wie in umliegenden Dörfern schon lange üblich war, nahmen die damaligen Skatbrüder zum Anlass ein Schützenkomitee zu gründen, mit dem Ziel das erste Schützenfest zu organisieren.
Für die Festlichkeit wurde der Pfingstmontag bestimmt. Ein Zeltverleiher stellte das erste Festzelt, sowie eine Blaskapelle. Die Kinder konnten sich an einem Verkaufsstand mit Kuchen und Süßigkeiten erfreuen.
Als am Pfingstmontag alle Vorbereitungen getroffen waren, wurde nach gutem christlichem Brauch der liebe Gott nicht vergessen und gemeinsam die festtägliche Andacht gehalten. Anschließend ging es im feierlichen Zuge zum Festplatz.
Mit einem alten Karabiner wurde, angelehnt stehend, auf einer auf 50 Meter entfernt aufgestellten Scheibe, der erste König ausgefochten.
Johann Heymann konnte aus einer langen Reihe von Schützen schlussendlich die Königswürde erringen.
Für eine Königskette und weitere Insignien der Königswürde, musste damals stellvertretend ein Kranz aus Eichenblättern vorerst Ihren Dienst tun.
Im kleinen Festzelt, das nur Schutz gegen Unwetter bot, und keinen Fußboden besaß, wurde die Eröffnung des Tanzes nicht vom König vorgenommen, sondern die Ehre wurde dem Wiesenbesitzer zuteil, der die Fläche zur Verfügung stellte.
Die Tanzfläche war so klein, dass ein Tanz nur durch Unterstützung von Ordnern, an Ein- und Ausgängen, ermöglicht wurde. Zum Nachteil der Tanzlustigen mussten sich diese daher paarweise anstellen.
Über die Jahre hinweg, mit Ausnahme der Kriegsjahre, entwickelte sich das Schützenfest in der jetzigen bekannten und beliebten Form weiter.